Specials - Südamerika
Rio de Janeiro - Brasilien


City of People

Zum Zuckerhut an die Copacabana.



Brasilien ist so groß wie Europa. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch die einzelnen Regionen sich sehr voneinander unterscheiden. Genau wie in Europa. Laut einer Studie des Worldwatch Institute aus dem Jahre 2001 existieren in Brasilien 234 Sprachen. Anders als in Europa reicht jedoch eine Sprache aus, um sich mit den rund 170 Millionen Brasilianern zu verständigen. Egal, ob Sie in Boa Vista im nördlichsten Bundesstaat Roraima oder 6.770 Kilometer weiter östlich in Natal im Bundesstaat Rio Grande do Norte Ihr Kokosnusswasser in einer kleinen Straßenbar bestellen: mit portugiesisch erhalten Sie immer das richtige Getränk.


Die Christusstatue

Der Strand der absoluten Superlative. Hier treffen sich die hübschesten Mädchen und Jungs, hier zeigt man sich gegenseitig, was man hat. Nirgendwo sind die Gegensätze zwischen arm und reich so nah beieinander wie in Rio.


Copacabana

 



Die Favelas (Armenviertel)
Eine von über 300 Favelas in Rio. Die meisten sind recht klein, aber die größte, die Favela Rocinha, soll rund 150.000 Einwohner haben. Vielleicht auch 200.000. So genau weiss das niemand. Mehrere Millionen Menschen leben in Rio heute in Armenviertel, den sogenannten Favelas. In diesen Favelas herrscht oftmals eine hohe Bandenkriminalität und Brutalität. Ohne ortsansässige Begleitung sollte man sich als Tourist besser nicht in den Favelas umschauen. Rein kommt man immer...




Die Bürgersteige in Rio und in anderen Städten Brasiliens besitzen häufig ein Wellenmuster nach Lissabonner Vorbild. Nach einem Erdbeben und verherenden Fluten des Flusses Tejo im Jahre 1755 wurde der Hauptplatz in Lissabon zur Erinnerung an die Katastrophe mit einem solchen Wellenmuster ausgelegt

 


 

 

 







Rio ist eine unvergleichbare Weltstadt -
absolut sehenswert.(Carlo Conte)


Rio by night

Zitat eines Rio-Reisenden:
-"Wenn Du einmal in Rio warst kommst Du immer wieder zurück!"

Bom Dia Daheimgebliebene!
Ich bin nun in Rio, eine der wohl bekanntesten Städte der Welt, Traum aller Karnevalsjecken, erstes Reiseziel für reiche Singles und Stadt der Erotik (wie mir der freundliche Herr im Reisebüro erklärte und mir einen Katalog mit den besten Pornokinos in die Hand drückte). Tja, ich muss wohl einen heruntergekommenen Eindruck gemacht haben...! Mein erster Eindruck von Rio (und auch von Sao Paulo) war wie immer: Wie kann man nur in so einer riesigen Stadt leben? Ich meine, ich kann mir ja vorstellen, in Berlin zu leben, aber Berlin ist ja auch klein im Gegensatz zu diesen Städten. Überall wimmelt es von Menschen, die Ärmeren liegen auf den Wegen herum, die Reicheren sehen weg und die Allerreichsten lassen die Armen von Ihren Bodyguards wegschaffen. In den ärmeren Vierteln türmen sich die Papphäuser und Wellblech-Holzhütten, dann kommen die Ziegelsteinhütten, danach die besseren, grafittibeschmierten Häuser, vor denen sich der Müll stapelt (und in denen sich meistens die Hotels meiner Preisklasse befinden, dann kommt das Centro, dann die Oberemittelschicht, dann die Oberschicht, dann die Touristenklasse (Copacabana) und schliesslich die Luxusvillen, die ich leider in Rio nicht zu Gesicht bekommen kann, da die Polizei mich wohl für zu gefährlich hält (tatsächlich hatte ich keinen Zutritt und wurde gebeten, doch wieder in die Innenstadt zu fahren). In ¨einem Viertel¨ Catete gibt es kleine, schmutzige Bars mit brasilianischer Musik, viele Buffetrestaurants (das ist wohl der Renner in Brazil, man nimmt sich soviel man will und das wird dann gewogen und man bezahlt einen Betrag (per Gramm!) und auch ein paar Banken. Dort war ich dann auch gestern, nach Öffnungsschluss, um meine Mastercard erneut zu testen, und es war das erste Mal, das ich meinen Brustbeutel benutzte. Wie ich dann also gerade meine Karte ziehen wollte, öffnet sich die Banktür und drei Security-Männer mit einem Geldsack kommen herein, blicken auf meine Hand im Kragen, ziehen ihre sehr großen Pistolen, der mit dem Geldsack springt zur Seite, zielen auf mich und schreien irgendetwas. Ich war etwas geschockt, denn sie schienen sehr nervös zu sein und sagte nur leise: Tranquilo,tranquilo (ruhig,ruhig)! um sehr, sehr vorsichtig meine Mastercard zu ziehen. Die Männer entspannten sich, einer grinst und sagt auf englisch: Normally I'm not waiting! Dann verschwinden sie und lassen mich grübelnd zurueck! Was er wohl mit "not waiting" meinte? So, das war das gefährlichste in Rio und S.Paulo bisher, heute war ich mal wieder im Meer, an der Copacabana, habe die Riesenstatue von Christus gesehen (aber nur aus der Ferne, da mir 20 Real zu teuer waren), den Zuckerberg (auch nur von unten) und ein paar Kathedralen und Geschäfte.
( Tim K.)



Blick vom Zuckerhut auf das Häusermeer der Copacabana.
Der knapp fünf Kilometer lange Strand gehört zu den
berühmtesten der Welt

 

 

 

 

 

 

Geschichte:
Entdeckt am 1. Januar 1502 durch portugiesische Seefahrer, die den Eingang der Bucht Guanabara für die Mündung eines Flußes hielten(Rio).....sechzig Jahre später als französiche Händler auf der Suche nach brasilianischem Pau-Holz, der Gegend um Rio Routinebesuche abstatteten, etablierte die portugiesische Krone die Stadt Sao Sebastiano do Rio de Janeiro. Nach 2-jährigen blutigen Kämpfen wurden die Franzosen vertrieben und Siedler begannen mit der Kultivierung der umgebenden Ländereien. Am Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die Bedeutung der Stadt rasch größer und die Bevölkerung wuchs sehr schnell an, nicht zuletzt weil Rio der wichtigste Umschlagplatz und Hafen für die Diamanten und Goldminen aus `Minas Gerais` war. 1763 wurde die Kolonialhauptstadt Brasiliens von Salvador Bahia im Norden in den Süden nach Rio verlegt. 1808 als Napoleons Armeen mit der Invasion Portugals begannen wurde die Entscheidung getroffen den Monarchen und sein Gefolge nach Rio de Janeiro zu verlegen, wo er bis 1821 bleiben sollte. Während dieser Zeit wurde Brasilien im Status von einer Kolonie zum selbstständigen Königreich neben Portugal ernannt. Mit der Ernennung der Unabhängigkeit wurde Rio zur Hauptstadt des neuen Königreiches. Die Stadt wurde zum Wirtschaftsstandort und die Bevölkerung wuchs bis 1891 auf über 500.000 Bürger an. Rio zählte schon damals zu den größten Städten der Welt. Die Stadt wuchs weiter, ganze Berge wurden entfernt oder bewegt, Buchten bereinigt und Wolkenkratzer konstruiert. Mit dem Entwurf der Retortenstadt Brasilia in 1960, wurde Rio als Hauptstadt abgelöst. Noch heute gibt es eine rege Diskussion, ob der Transfer der Regierung ins neue Brasilia der einstigen Haupt- und Weltstadt Rio gut getan hatte oder nicht! Die zweitgrößte Stadt Brasiliens, Rio, bleibt in jedem Falle die heimliche Hauptsstadt, insbesondere in kultureller Hinsicht.
Rio hat eine geradezu majestätische Schönheit, eine einmalige Lage und unbeschreibliche Aura, die von der Bucht über die Strände, zwischen den cuevas und Hängen schroff ansteigender Berge einzigartig ist auf unserem Planeten. Weltberühmt natürlich auch die Karnevals-Sessionen, die die ganze Stadt für drei volle Tage, in ein einzigen Tanz versetzen. Rio hat ca. 5.75 Mio. Einwohner (Stand 09/2008).

History:
Rio de Janeiro, was discovered on January (Janeiro) 1, 1502 by Portuguese navigators who mistook the entrance of Guanabara Bay for the mouth of a river (Rio). Sixty years later because French traders in search of pau-brasil (Brazilwood) were routinely "visiting" the area the Portuguese crown established the city of Sao Sebastiao do Rio de Janeiro. After 2 years of bloody conflict the French were expelled and settlers began to cultivate the surrounding fertile lands. In the beginning of the 18th century the city's importance and population increased immensely as it became the main shipping port for gold and diamonds that came from Minas Gerais. In 1763 the colonial capital of Brazil was transfered from Salvador, Bahia to Rio. In 1808, as Napoleon's armies began the invasion of Portugal, the decision was made to transfer the monarch and his court to Rio de Janeiro, where he would remain until 1821. During this time Brasil was elevated in status from a colony to United Kingdom with Portugal. With the advent of Independence Rio became the capital of the new empire. The city prospered economically, and by 1891 it had a population of over 500,000 inhabitants ranking it one of the largest cities in the world. As the city grew in prominence mountains were removed, bay water reclaimed, and skyscrapers constructed. With the inauguration of Brasilia in 1960, Rio de Janeiro ceased to be Brazil's capital. Even today discussion is rife concerning whether Rio was improved or hurt by the transfer of the government. In any event, this second largest city in Brazil is still a major cultural capital and, to some extent, its "emotional" capital as well. Rio de Janeiro has a majestic beauty, with built-up areas nestled between a magnificent bay and dazzling beaches on one side and an abruptly rising mountain range, covered by a luxuriant tropical forest, on the other. This unique landscape makes Rio one of the most beautiful cities in the world, justifying its title of "Marvelous City" (Cidade Maravilhosa). Rio's cultural life is intense and varied. Perhaps at no time is the city's festive reputation better displayed than during the annual carnaval which enlivens the city for 3 solid days with music, singing, parties, balls, and desfiles (street parades of brilliantly-costumed dancers performing the samba.) Economically it is a service industry center, a key financial center, and the producer of foodstuffs, building materials, electrical equipment, chemicals, pharmaceuticals, beverages, and textiles. But it is in the pursuit of leisure that Rio is outstanding. With its world famous beaches free to all (such as Copacabana and Ipanema), its splendid bay, one of the loveliest in the world, and its wonderful climate, a blend of summer and springtime, Rio de Janeiro is a city that lives in and for the sun. Its population is around 5,750,000 inhabitants.


Der berühmte Zuckerhut (Pão de Açucar) vom Strand
des Stadteils Flamengo aus gesehen

 

 

Der Sport in Brasilien:



Sport ist in einem Land der Leidenschaft natürlich sehr gefragt. Die Nationalhelden
werden stets sehr verehrt und gefeiert. Die brasilianische Fußballnational-mannschaft ist als zig-facher Weltmeister natürlich erste Sahne. Einzig die Formel-1 konnte die Massen bisher gleichfalls stark begeistern. Weitere Sportarten wie z.B. Basketball sind in Brasilien sehr populär.


Ronaldo

Natürlich hat der `König` Fußball einen riesigen Stellenwert in Brasilien. Spieler wie Ronaldo, Luzio, Roberto Carlos oder Pele
waren und sind absolute internationale Superstars. Tennis-As Gustavo Kuerten aus Florianopolis mischte im internationalen Tenniszirkus mit. Nicht zu vergessen die großen Formel 1 Fahrer Brasiliens, allen voran der dreimalige Weltmeister Ayrton Senna,
der bei einem tragischen Rennunfall am 01.Mai 1994 in Imola (Italien) verunglückte und ein regelrechter Nationalheld war und für viele noch immer ist.


Ayrton Senna


Rio de Janeiro: Karneval der Superlative Der Karneval der Superlative steigt in Rio de Janeiro (1. bis 4. März). Für die sechs Millionen Einwohner ist er wie Weihnachten, Silvester, Geburtstag und Fußball-WM-Gewinn zusammen - überall wird wie wild Samba getanzt, ziehen Bands laut musizierend durch die Straßen, Hunderte von schillernd kostümierten Tänzern im Schlepptau. Eigens für das Fest der Feste wurde eine 70.000 Zuschauer fassende Arena im Zentrum Rios errichtet: das Sambadromo, in dem seit 1984 der größte Teil der Feierlichkeiten stattfindet. Sieben Sambaschulen präsentieren sich dort je eine Stunde und 20 Minuten lang am Karnevalssonntag, weitere sieben am Montag. In jeder Parade wirken etwa 3000 bis 6000 Tänzer und Musiker mit. Die Eintrittspreise rauben einem den Atem: Gute Plätze kosten 250 Euro und mehr, für eine Loge sind rund 5.000 Euro fällig. Ein vergleichsweise preiswertes Vergnügen sind da die vielen Karnevals-Bälle in den Hotels und Clubs mit einem Eintritt von etwa 25 Euro. Wer bei dem Karnevals-Umzug nicht nur zuschauen sondern mitmachen will, kann sich einer Sambaschule anschließen und mit durch den Sambadromo tanzen. Tickets samt Kostüm gibts für rund 300 Euro in den Agenturen der Sambaschulen. Eins müssen Sie sich dafür aber merken: Texte auswendig lernen und immer kräftig mitsingen, sonst bekommt die Sambaschule am Schluss der Parade bei der Bewertung Minuspunkte! Die Jury im Samadromo urteilt hart und für einen Sieg geben die teilnehmenden Sambaschulen alles: Um die 250.000 Euro kosten die großen Schulen die Vorbereitungen, für die aufwändigsten Kostüme sind bis zu 20.000 Euro fällig. Hunderte von Männern, Frauen und Jugendlichen werken, malen und schneidern das ganze Jahr über an den Kostümen und Festwagen. Bis sich schließlich die ganze Anspannung vier Tage lang in der "größten Party der Welt" entlädt.

Karnaval do Rio
I
O Buchtipps:
- Rio de Janeiro selbst entdecken
Aktueller und sehr ausführlicher Reiseführer über die schönste Stadt der Welt mit Beschreibung der Sehenswürdigkeiten und Insider-Tipps
- Merian live! Rio de Janeiro
Preisgünstiger Führer durch die brasilianische Metropole mit Empfehlungen für Hotels, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Sprachführer, Kartenatlas und Tourenplaner


Rio de Janeiro Klimadaten:
Milde Wintertemperaturen selten unter 15°C, heisse feuchtwarme Sommer bis 40°C, sehr angenehme Wassertemperaturen, blütenreiche Flora & Fauna.

(ZS-01/10)

Durchschnittstemp. ºC Monat Luft/Wasser
J 27/27 F 28/27 M 25/26 A 24/25 M 23/22 J 23/22 J
21/20 A 24/21 S 25/23 O 24/23 N 26/27 D 28/28

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